Zum Inhalt

Mein Kampf mit den Wörtern Beiträge

Schreiben und Alltag

Schreiben und Alltag. Kein leichtes Thema. Und eines, über das sich bereits etliche Autoren ausgelassen haben … was mich nicht daran hindert, euch meine Methode darzulegen. Jeder Mensch hat einen anderen Alltag, andere Prioritäten. Der eine arbeitet Vollzeit in einem Brotjob und schreibt deshalb zwangsläufig am Feierabend, der nächste kann vom Schreiben leben und gestaltet seine Arbeitszeiten selbst. Und dann bin da ich, Teilzeit berufstätig mit zwei kleinen Kindern, Mann, Haus und inkontinentem Hund. Puh, werdet ihr euch vielleicht denken, wo passt denn da das Schreiben noch rein? Und ganz ehrlich? Das frage ich mich auch oft genug. Letztlich ist…

Weiterlesen Schreiben und Alltag

Von der Kunst des Überarbeitens

Im Augenblick überarbeite ich fleißig den dritten Teil meiner Wikingertrilogie (wenn ich nicht gerade über die Überarbeitung schreibe). Anlass genug, ein wenig darüber zu plaudern, wie dieser große, unübersichtliche Berg aneinandergereihter Wörter, Sätze, Seiten zu bewältigen ist. Da sind sinnfreie Andeutungen der Protagonisten, die niemals wieder aufgegriffen werden, lose Handlungsstränge, papierdünne Statisten, Regen, wo vormals die Sonne schien, eine Nacht, die zum helllichten Tag wird, zuckende Schultern und wandernde Augen, so weit man blickt … Es ist ein Graus, sich das liebgewonnene Projekt, in das man soviel Zeit und Herzblut gesteckt hat, aus der Distanz zu betrachten. Anfangs war ich…

Weiterlesen Von der Kunst des Überarbeitens

Hallo 2017!

Es gehört ja schon fast zum guten Ton, sich für das neue Jahr ein paar hochtrabende Vorsätze zurechtzulegen und diese dann allesamt zu brechen. Ich bin nicht der Typ für Vorsätze, von denen ich von vorne herein weiß, dass ich sie nicht werde erfüllen können. Aber tatsächlich wohnt dem Jahreswechsel für mich ein gewisser Zauber inne. Alles beginnt von vorn, die Uhr startet bei Null, und auch ich gehe gestärkt und voller Optimismus zurück an den Schreibtisch. Ohne Vorsätze, aber dafür mit Plänen. Wie bereits in meinem letzten Beitrag angedeutet, wartet einiges an Arbeit auf mich. 2016 war ein sehr…

Weiterlesen Hallo 2017!

E-N-D-E

Rund 1700 Seiten, 560.000 Wörter und ungezählte Stunden am PC … das ist die bisherige Bilanz meiner Wikinger – Trilogie, die mich seit nunmehr sechs Jahren auf Schritt und Tritt begleitet.  Und was habe ich nicht alles gemeinsam mit Lynn und Eirik erlebt? Wir haben gestritten und uns angeschwiegen, zusammen gelacht und gemeinsam gekämpft. Egal was ich tat, sie waren immer dabei, irgendwo in meinem Hinterstübchen. Und nicht nur sie. Etliche Charaktere haben die Geschichte bereichert und begleitet, viele haben sie nicht überlebt (sehr viele, wenn ich so darüber nachdenke … fettes SORRY an alle, die es nicht geschafft haben…

Weiterlesen E-N-D-E

Die Muse und der Lektor

Ich liebe das Schreiben. Wenn ich schreibe, bin ich glücklich, beinahe manisch. Aber gleichzeitig hasse ich es auch, denn verdammt! Es frisst meine Zeit! Zeit, die ich für andere Dinge bräuchte. Meine Familie, Freunde, Hobbies … die Schmutzwäsche! Meine Muse ist ein Quälgeist. Sie zerrt und fordert und jammert und mault … und wenn ich nicht springe, sobald sie ruft, verzieht sie sich verzickt in ihr Kämmerlein und ward nicht mehr gesehen. Oft für Monate. Also füttere und streichle ich das scheue Geschöpf so oft ich nur kann. Schließlich will ich nicht riskieren, dass es eines Tages seine Sachen packt…

Weiterlesen Die Muse und der Lektor

Wie aus einer aus dem Ruder gelaufenen Idee ein Roman wurde, oder: Die Wikinger und ich

  Ich gestehe – mein Roman „Von den Grenzen der Erde“ entstand aus einer Laune heraus, in einer Zeit, als ich noch nicht wusste, wohin mich das Abenteuer Schreiben führen würde. Eine Tages überfiel mich diese Idee und ließ mich nicht mehr los. Es war lange bevor ich über Kinder und Hausbau nachdachte, als mein Mann und ich noch eine gemütliche kleine Dachgeschosswohnung in Münster bewohnten und ich mein druckfrisches Diplom in der Tasche hatte, ohne einen Plan, was ich nun damit anstellen sollte … Es war Sommer. Wir saßen auf dem Balkon, hauten ein paar Würstchen auf den Grill…

Weiterlesen Wie aus einer aus dem Ruder gelaufenen Idee ein Roman wurde, oder: Die Wikinger und ich