Mein Kampf mit den Wörtern

Blogtour Grenzen-Saga: Gewinnspiel

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Posted on 25. September 2017 by

Zehn Tage lang durftet ihr unsere tapferen Bloggerinnen und Blogger auf ihren Reisen in die Welt der Wikinger begleiten. Ich hoffe, euch hat dieses Abenteuer ebenso viel Spaß gemacht wie uns – und ihr konntet euch auf diese Weise für die Geschichte von Lynn und Eirik und das Volk der Nordmänner erwärmen. 😉

Ich bedanke mich bei allen, die fleißig mitgemacht, geliked, geteilt und kommentiert haben. Und natürlich bedanke ich mich ganz besonders bei den Blogs Book-Cats, Bücherlilien, Der Büchernarr, Reading is like taking a journey, Büchersalat, Diabooks78, Biancas Lesetagebuch und Dragons Bookworld, die sich mit mir gemeinsam auf die Reise gemacht haben.


(Quelle: Pixabay)


Und nun bleibt mir nur noch, die Gewinner unseres Gewinnspiels zu verkünden.

***2. Platz***

Die Gewinnerin des Goodiepakets ist …

 

***Daniela Schiebeck***


***1. Platz***

Die Gewinnerin des signierten Taschenbuchs ist …

 

***Manuela Schäller***

 

Ich beglückwünsche die beiden Gewinnerinnen ganz herzlich und bitte euch, euch binnen einer Woche mit mir über autorin@rebekkamand.de in Verbindung zu setzen, um mir eure Adresse und – im Falle des Hauptgewinns – das Wunschbuch mitzuteilen.

 

Hier findet ihr noch einmal einen Überblick über die gesamte Blogtour mit allen Beiträgen:

Tag 1 bei Rebekka Mand:
http://rebekkamand.de/faszination-wikinger/

Tag2 bei Diabooks78:
http://diabooks78.blogspot.de/…/buchvorstellung-einmal-ande…
Tag 3 bei Der Büchernarr:
http://buecher.fl-e.de/…/blogtour-interview-mit-rebekka-ma…/
Tag 4 bei Book-Cats:
http://www.book-cats.com/…/blogtour-charaktervorstellung-ei…
Tag 5 bei Biancas Lesetagebuch:
http://biancaslesetagebuch.blogspot.de/…/Wikinger%20Blogtour
Tag 6 bei Büchersalat:
http://www.buechersalat.de/…/grenzen-saga-blogtour-die-cove…
Tag 7 bei Dragons Bookworld:
https://dragonsbookworld.blogspot.de/…/blogtour-zur-grenzen…
Tag 8 bei Reading is like taking a journey:
https://readingisliketakingajourney.blogspot.de/…/verflucht…
Tag 9 bei Bücherlilien:
https://buecherlilien.blogspot.de/…/blogtour-mein-jarl-spre…
Tag 10 bei Book-Cats:
http://www.book-cats.com/…/blogtour-der-weg-in-die-totenwel…

Blogtour Tag 1: Faszination Wikinger – ein Einstieg in die Grenzen-Saga

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Posted on 15. September 2017 by

Wikinger! Plündernd, raubend, saufend und mordend zogen sie durch die Meere und verbreiteten Angst und Schrecken. Gottlose Heiden, lasterhaft und laut, bösartig und blutrünstig. Genau mein Ding!

Doch, doch, sie faszinieren mich, diese großen, langmähnigen Nordmännern mit den schnellen Schiffen und diesem unbändigen Drang in die Ferne. Wusstet ihr, dass ein Nordmann, nämlich Leif Eriksson als erster Europäer amerikanischen Boden betreten hat – 500 Jahre vor Christoph Kolumbus – und zwar „ausversehen“, weil er sich verfahren hatte? 😉

Sie waren schon recht tollkühn, die Nordmänner, aber sie hatten auch strenge Gesetze und Regeln, an die sie sich hielten.

Ein Nordmann ohne seine Sippe, ohne den Rückhalt seiner Gesellschaft galt genau … nichts! Deshalb war Verbannung oft die schlimmere Strafe als der Tod, ging sie doch meist mit einem schmähvollen Ende einher. Anders als der Tod selbst, der – sofern er ehrenvoll und mit einer Waffe in der Hand erfolgte – sogar als besondere Ehrung empfunden wurde.

Innerhalb der Sippe herrschte ein großer Zusammenhalt und eine klare Hierarchie. Der „bóndi“ hatte das Sagen über seine Familie, seine Siedler, seine Krieger. Im Haus jedoch herrschte die Frau! Allerdings nicht nur dort. Die „barbarischen Heiden“ waren hinsichtlich der Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau weit fortschrittlicher als die damaligen Christen. Die Frau hatte nicht nur das Sagen über Haus und Herd. Sie war auch berechtigt, sich von ihrem Mann scheiden zu lassen, wenn der sie schlecht behandelte. Sogar kämpfen durfte sie. Erst kürzlich wurde bei einer DNA-Untersuchung herausgefunden, dass es sich bei einem vermeintlich mächtigen Krieger, dessen Grab vor über hundert Jahren in Schweden entdeckt wurde, in Wirklichkeit um eine Frau handelte (den Artikel dazu findet ihr hier.)

Keine Sorge, das hier wird kein Geschichtsunterricht. Es ist die Grundlage meiner „Grenzen-Saga“ – bestehend aus den Titeln Von den Grenzen der Erde, Von den Hütern der Schlange und Von den Herrschern der See, in die ich und acht wunderbare Bloggerinnen und Blogger euch in den nächsten Tage entführen werden.

Dabei ist die Grenzen-Saga kein rein historisches Werk. Nein, es beinhaltet auch einen Hauch Phantastik und ganz viel Abenteuer.

Bis auf die gängigen Klischees wusste ich zugegebenermaßen nicht viel über die rauen Nordmänner, als ich mit der Planung des ersten Teils, „Von den Grenzen der Erde“ begann. Aber als ich in die Recherche einstieg, wurde mir schnell klar, dass diese Geschichte etwas Besonderes werden sollte, nein, werden MUSSTE, wollte ich nicht im klischeebeladenen Einheitsbrei der Erwartungen an einen Wikingerroman ertrinken. Ich trug eine Verantwortung, jawoll! Aufklärungsarbeit musste geleistet werden! Aber – auch das Klischee wollte bedient werden.

Also erfand ich Eirik. Ich nannte ihn zunächst Erik, weil das der gängigste Wikingername ist, der mir überhaupt einfiel und schenkte ihm dann ein „i“, um ihn zu etwas Besonderem zu machen. Eirik bekam ein brachiales Äußeres mit einer gruseligen Narbe und einem vorlauten Mundwerk. Ich verlieh ihm Mut, Stärke und eine gehörige Portion Leichtsinn. Ich schenkte ihm eine Söldnervergangenheit, ein Schiff und eine Mannschaft und verlieh ihm das Herz eines Seemanns, der nichts mehr liebt als über das Meer zu reisen, zu morden, zu plündern … was Wikinger eben gerne so tun. Dann belegte ich ihn mit einem Fluch, ließ ihn von seiner Sippe verbannen und nahm ihm sein Schiff und seine Männer.

Das ist übrigens die gängige Vorgangsweise, mit seinen Helden zu verfahren … nimm ihnen alles und warte ab, was geschieht. 😉

Eirik zur Seite in meinem Heldenreigen stellte ich Lynn, eine Königstochter aus Skotia, die aus nachvollziehbaren Gründen zunächst nicht besonders gut auf die barbarischen Heiden zu sprechen ist. Auch ihr nahm ich alles – versetzte sie in ein fremdes Land mit fremden Göttern, mit nichts als einem Versprechen, das ihr Vater ihr abgerungen hatte. Aus Lynns Perspektive konnte ich wunderbar die Fremdheit der Nordmänner schildern, aber auch die Ähnlichkeiten und liebenswerten Eigenheiten. Lynn lernte schnell, sich den Gegebenheiten anzupassen – immerhin war sie noch recht jung. Sie fand Freunde im Nordland, aber auch mächtige Feinde. Nur – auf welcher Seite steht Eirik?

Na, neugierig geworden? In den nächsten Tagen erfahrt ihr mehr über Eirik, über Lynn, über die Autorin (also mich) und über die Wikinger im Allgemeinen. Mehr Infos über die Teilnehmer und Themen der Blogtour  findet ihr -> hier.


***GEWINNSPIEL***
Beantwortet eine einfache Frage auf einem oder mehreren der teilnehmenden Blogs in der Kommentarspalte und schon seid ihr dabei! Auf je mehr Blogs ihr eure Antworten hinterlasst, umso größer sind natürlich die Gewinnchancen.
Die heutige Frage lautet: Was fasziniert euch am meisten an den Wikingern?
 

Und das könnt ihr gewinnen:

  1. Preis: Eine signierte Printausgabe eines Bandes der Grenzen-Saga nach Wahl! 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2. Preis: Ein „Goodie-Überraschungspaket“ mit Leseproben, Lesezeichen, Postkarten und der einen oder anderen Überraschung ausgewählter Qindie-Autoren!

 

 

Teilnahmebedingungen:
Das Gewinnspiel beginnt am 15.09. endet am 24.09.2017  um 23:59 Uhr.
Die Teilnahme ist ab 18 Jahren oder ab 14 Jahren mit der Erlaubnis der Erziehungsberechtigten möglich.
Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen.
Teilnahmeberechtigt sind Personen mit einer Versandadresse innerhalb von Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Persönliche Daten werden nur für das Gewinnspiel verwendet.
Der Gewinner wird am 25.09. nach dem Zufallsprinzip ermittelt und auf dem Blog von Rebekka Mand bekannt gegeben.
Keine Barauszahlung des Gewinns.
Kein Ersatz bei Verlust/Beschädigungen auf dem Postweg.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Ankündigung: Blogtour „Grenzen-Saga“

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Posted on 12. September 2017 by

 

Acht Blogs, acht Tage, acht Themen rund um die Grenzen-Saga

– und ein Gewinnspiel!

 

Es ist so weit! Am Freitag erscheint „Von den Herrschern der See“ – der letzte Teil meiner großen Grenzen-Saga rund um die skotische Königstochter Lynn und den Nordmann Eirik. Falls euch der Entstehungsprozess der Grenzen-Saga interessiert, findet ihr ihn hier.

Vorbestellen könnt ihr das Buch übrigens jetzt schon bei Amazon und in allen Tolino-Shops.

Wird Lynn nach all den Jahren auf Reisen endlich einen Ort finden, den sie Heimat nennen darf? Wird Eirik seine Zerrissenheit gegenüber seinem eigenen Volk und dem „angenagelten Gott“ überwinden und seine Bestimmung finden?

 

Anlässlich dieses denkwürdigen Ereignisses (ihr habt schließlich lange genug darauf gewartet 😉 ) habe ich mir etwas ganz Besonderes für euch ausgedacht. Ab Freitag entführen ich und acht tapfere Bloggerinnen und Blogger euch täglich in ein Abenteuer! Seid dabei und begleitet uns in die raue, mystische und sagenhafte Welt der Wikinger! Lernt Helden und Hintergründe der Geschichte kennen und gewinnt – mit etwas Glück – am Ende sogar einen Schatz!

Und das ist noch nicht alles.

Weil ich mich so freue, dass die Trilogie nun endlich, endlich, endlich ganz und gar fertig ist, reduziere ich den Preis für für Teil I Von den Grenzen der Erde und Teil II Von den Hütern der Schlange ab dem 15.09. von 4,99€ auf 2,49€! Aber nur für kurze Zeit!

 

Hier findet ihr die „Reiseroute“ unserer Tour:

15.09.

Rebekka Mand – Faszination Wikinger – ein Einstieg in die Grenzen-Saga


17.09.
Der Büchernarr – Interview mit Rebekka Mand

18.09.
Book-Cats – Charaktervorstellung: Eirik und Lynn

19.09.
Biancas Lesetagebuch – Wikingerschiffbau

20.09.
Büchersalat – Coverinterview

21.09.
Dragons Bookworld:  Auf víking – die Reisen der Nordmänner

22.09.
Reading is like taking a journey – Verflucht seist du!

23.09.
Bücherlilien – Mein Jarl! Sprecht Recht!

24.09.
Book-Cats – Der Weg in die Totenwelt

25.09.
Auslosung des Gewinnspiels hier auf meiner Seite und auf Facebook!

***GEWINNSPIEL***
Beantwortet eine einfache Frage auf einem oder mehreren der teilnehmenden Blogs und schon seid ihr dabei! Auf je mehr Blogs ihr eure Antworten hinterlasst, umso größer sind natürlich die Gewinnchancen.

Und das könnt ihr gewinnen:

  1. Preis: Eine signierte Printausgabe eines Bandes der Grenzen-Saga nach Wahl!
  2. Preis: Ein „Goodie-Überraschungspaket“ mit Leseproben, Lesezeichen, Postkarten und der einen oder anderen Überraschung ausgewählter Qindie-Autoren!

 

Teilnahmebedingungen:
Das Gewinnspiel beginnt am 15.09. endet am 24.09.2017  um 23:59 Uhr.
Die Teilnahme ist ab 18 Jahren oder ab 14 Jahren mit der Erlaubnis der Erziehungsberechtigten möglich.
Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen.
Teilnahmeberechtigt sind Personen mit einer Versandadresse innerhalb von Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Persönliche Daten werden nur für das Gewinnspiel verwendet.
Der Gewinner wird am 25.09. nach dem Zufallsprinzip ermittelt und auf dem Blog von Rebekka Mand bekannt gegeben.
Keine Barauszahlung des Gewinns.
Kein Ersatz bei Verlust/Beschädigungen auf dem Postweg.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

 

Mit Qindie auf der Phantastika – ein Bericht

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Posted on 9. September 2017 by

 

Die Phantastika – das Festival der Phantastik in Oberhausen fand dieses Jahr zum ersten Mal statt.

Eher kurzentschlossen hatte ich mich entschieden, gemeinsam mit Qindie – dem Autorenkorrektiv für Selfpublisher mit Qualitätsanspruch – „on tour“ zu gehen. Vom Genre her fühlte ich mich mit einer Trilogie nicht wirklich zugehörig und hatte mich bei den Vorbereitungen deshalb zurückgehalten. Gut, einen Hauch Phantastik findet man man schon in meinen Geschichten, aber sie deshalb gleich der Fantasy zuzuordnen? Als sich jedoch ein personelles Problem herauskristallisierte, sprang ich kurzer Hand einige Wochen vor Messebeginn ein und sicherte mir dabei auch gleich die Chance auf eine kleine (meine erste!) Lesung.

Samstag morgen um 6:00 Uhr brach ich auf, um mich mit meinen Kolleginnen zu treffen. Mit dabei: Eine ganze Kiste Bücher der ersten beiden Bände der „Grenzen-Saga“, sowie ein druckfrisches Probe -Exemplar von „Von den Herrschern der See“. Dazu um die 100 Leseproben und 250 Postkarten zum verteilen.

Ab 8:00 begann im Oberhausener Kongresszentrum der Standaufbau. Nach einigen Irrungen und Wirrungen (Wo gibt es Ausstellerausweise? Wo können die Aussteller parken? Wo zum Teufel findet man einen Verantwortlichen, der uns alles zeigt?) fanden wir schließlich unser feines Eckchen mit Regalwänden, um unsere Werke auszustellen.

Um 10:00 Uhr ging es los. Die erwarteten Besucherströme blieben jedoch leider aus. Das Kongresszentrum war recht verwinkelt und es fanden auch laufend irgendwelche Veranstaltungen, Lesungen und Workshops statt, was sich erschreckend in den teils gähnend leeren Gängen abzeichnete.

Wir – Katharina Gerlach, Regina Mengel, Lisa-Marie Reuter, Patricia Jankowski und ich – warben dennoch  fleißig für unser Korrektiv und die ausgestellten Bücher. Das eine oder andere Buch ging sogar über den Ladentisch – leider weit weniger, als wir uns erhofft hatten. Trotzdem hat es Spaß gemacht, sich mit den interessierten Besuchern zu unterhalten. Viele kannten Qindie nicht und waren von der Idee begeistert. Die meisten nahmen sich auch Leseproben mit, sodass ich zwischendurch fürchtete, ich hätte zu wenige gedruckt.

Es fand sich eine sehr bunte Mischung wieder. Von Stormtroopern über Steampunk-Schönheiten, Dr.Who – Anhängern und Klingonen … selbst Darth Vader Himself durfte ich bestaunen. Die zahlreichen Workshops und Lesungen ergaben eine bunte Mischung, die sicherlich viele Besucher ansprach.

Es wurde gebastelt, geschminkt und gekämpft – mit Laserschwertern und „echten“ Waffen. Die „Promi – Dichte“ war mit Wolfgang Hohlbein, Kai Meyer, Tommy Krappweis, Ian Beattie u.v.m. auch recht hoch (bestimmt bin ich an dem einen oder anderen vorbei gelaufen, ohne ihn/sie zu erkennen).

 

Am Sonntag – dem zweiten und letzten Tag auf der Phantastika – ging es noch ruhiger zu als tags zuvor. Viele Besucher waren schon samstags da gewesen und hatten Leseproben mitgenommen, sodass am Sonntag weniger geschmökert wurde. Dafür habe ich ein paar Internetbekanntschaften getroffen, z.b. Haramis , die auch meine Lesung besucht hat und Markus Walther, der für seine Buchland-Trilogie warb.

Um 15 Uhr war es so weit. Lesen! Ich! Wir hatten die Besucher an unserem Stand zuvor auf die Lesung angesprochen und sie eingeladen, vorbeizuschauen. Uns war klar, dass eine Lesung unbekannter Indie-Autoren, die gegen die Fantasygröße Kai Meyer anlesen müssen, keinen guten Stand haben, was die Besucherzahlen angeht. Entsprechend überschaubar fiel auch das Publikum aus. Für eine „Erstleserin“ wie mich war das vielleicht aber auch gut so. 😉

Gemeinsam mit meinen Kolleginnen Regina Mengel und Katharina Gerlach da vorne zu sitzen ließ meine Nerven schnell ruhiger werden. Das Vorlesen hat mir sogar richtig Spaß gemacht und ich hätte gerne noch länger gelesen als nur die mir zugedachten 15-20 Minuten. Beim nächsten Mal. 🙂 Leider habe ich in meiner Aufregung natürlich vergessen, Patricia mein Handy in die Hand zu drücken um Fotos zu machen.

Mein Fazit zur Phantastika fällt durchwachsen aus. Einerseits eine tolle Erfahrung, mich selbst und Qindie auf diese Art präsentieren zu können und für die Besucher sicher zwei schöne und vielfältige Tage. Aus unternehmerischer Sicht hätten die Besucherzahlen viel, viel stärker sein müssen, um wenigstens die Standkosten zu decken und uns bekannter zu machen. Auch die Organisation im Vorfeld sowie die Planung der Veranstaltungen hätte besser verlaufen können, was vermutlich der Tatsache geschuldet ist, dass es sich um eine Erstlingsveranstaltung handelte. Ob wir noch einmal als Korrektiv teilnehmen? Eher unwahrscheinlicher, auch wenn wir den 3. Platz im Wettstreit um den schönsten Stand gemacht haben! Aber als Besucherin werde ich bestimmt nächstes Jahr wiederkommen und etwas mehr Zeit für die vielen verschiedeneren Veranstaltungen und Lesungen mitbringen.

Status quo …

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Posted on 2. Juli 2017 by

… für alle, die es nicht auf Facebook oder sonstigen Social Media – Kanälen verfolgen (auf denen ich weitaus reger bin, als auf meinem eigenen Blog – Asche auf mein Haupt!):

Ich. Habe. Fertig!

Nämlich die dritte (und letzte) inhaltliche Überarbeitung des dritten Teils meiner Grenzen-Saga! Nun werde ich das Ganze heute ins Korrektorat schicken und hoffe, euch dann ganz, ganz bald einen Veröffentlichungstermin nennen zu dürfen.

Das Cover ist übrigens auch schon fertig und was soll ich sagen? Es ist wieder einmal ganz wunderbar geworden. Petra Rudolf hat wieder ganze Arbeit geleistet. Teil III braucht sich hinter den ersten beiden Teilen zumindest optisch schon mal nicht zu verstecken. 😉

Ansonsten bin ich aktuell sehr fleißig. Im Mai habe ich „mal eben“ einen neuen Roman geschrieben, von dem ich mich schon sehr freue, ihn auf euch loszulassen – aber erst nächstes Jahr. Denn bis zum Ende des Jahres wird es hoffentlich noch ein weiteres Projekt zu euch in die Bücherregale schaffen. „Der Kuss der Muse“ (eine Leseprobe findet ihr hier) erhält aktuell auch ein schickes Cover von Petra Rudolf und wird mich in der zweiten Jahreshälfte noch einmal intensiv beschäftigen, bevor ihr dann endlich auch Alex‘ Abenteuer mit der ominösen „Silbernen“ lesen dürft.

Apropos Lesen: Ja, ich tue es wirklich! Und zwar am 26.Oktober im Rathaus der Stadt Kerpen. Also, wer mich schon immer mal Blut und Wasser schwitzend aus meinen eigenen Werken lesend erleben wollte, eine persönliche Widmung für seine Bücher ergattern möchte, oder einfach sonst nichts anderes zu tun hat – kommt vorbei! Nähere Infos folgen dann, sobald ich sie habe. 😉

Schreiben und Alltag

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Posted on 13. März 2017 by

Schreiben und Alltag. Kein leichtes Thema. Und eines, über das sich bereits etliche Autoren ausgelassen haben … was mich nicht daran hindert, euch meine Methode darzulegen.

Jeder Mensch hat einen anderen Alltag, andere Prioritäten. Der eine arbeitet Vollzeit in einem Brotjob und schreibt deshalb zwangsläufig am Feierabend, der nächste kann vom Schreiben leben und gestaltet seine Arbeitszeiten selbst. Und dann bin da ich, Teilzeit berufstätig mit zwei kleinen Kindern, Mann, Haus und inkontinentem Hund. Puh, werdet ihr euch vielleicht denken, wo passt denn da das Schreiben noch rein? Und ganz ehrlich? Das frage ich mich auch oft genug.

Letztlich ist alles eine Frage der Priorität. Lange war das Schreiben nicht mehr als ein Hobby für mich. Etwas, das ich hintenan gestellt habe, bis ich mal eine freie Stunde hatte, um ihm zu frönen. Hatte ich keine Lust oder keine Ideen, ließ ich es bleiben. Dieses Konstrukt mag funktionieren, wenn einem das Schreiben nicht so wichtig ist. Mir ist es jedoch so wichtig, dass das Nicht-Schreiben bei mir seelischen Stress verursacht. Vergleichbar ist das vielleicht mit regelmäßigem Laufen. Die Sportler unter euch mögen mir zustimmen, wenn ich sage, dass regelmäßiges Training das A und O ist, um am Ball zu bleiben. Es hat keinen Zweck, alle vierzehn Tage mal die Laufschuhe zu schnüren und eine lockere Runde zu drehen, denn letztlich kann das Ergebnis einen nur frustrieren. Betreibt man den Sport jedoch regelmäßig, erzeugt es leicht einen gewissen Stress, ihm einmal nicht nachgehen zu können. Man fühlt sich getrieben und unausgeglichen. So geht es mir mit dem Schreiben.

Also? Was bleibt mir anderes übrig, als es zum festen Bestandteil meines Tages zu machen? Zu einem Automatismus, der nur in Ausnahmefällen ausgesetzt werden darf?

Manche Autoren geben den zweifellos wertvollen Tipp, zum Schreiben immer die gleiche Tageszeit zu wählen. Das Gehirn kann sich dann darauf einstellen und den „Kreativ-Schalter“ für diese Zeit umlegen. Das funktioniert bei mir nicht. Meine Arbeitszeiten sind flexibel und meine Kinder in ihren Gewohnheiten leider auch. Deshalb muss ich die Feste feiern, wie sie fallen. Sobald sich unverhofft ein Zeitfenster ergibt, überlege ich nicht erst, ob ich jetzt zuerst die Wäsche mache, die Spülmaschine einräume, staubsauge, oder, oder, oder … (die Liste der Dinge die man STATT Schreiben tun könnte, ist endlos, ehrlich!). Ich hab die Erfahrung gemacht – und teile sie gern mit euch – das Wäsche, Dreck und Co. zu den Dingen gehören, die einem nicht weglaufen, wenn man sie ignoriert. Ganz im Gegensatz zu Schreibzeit und Ideen. So ein Wäscheberg lässt sich wunderbar auch spät abends vor der Glotze beseitigen, und staubsaugen kann ich auch, während die Kinder um mich herumwuseln. Kein Grund, wertvolle Ruhestunden dafür zu opfern.

Also stürze ich zum PC, sobald sich ein Zeitfenster ergibt, lasse Facebook und Co links liegen, starte das Schreibprogramm und fange stumpf an zu tippen. Ehrlich, es ist die einzige Methode, die für mich funktioniert. Aber sie funktioniert auch nur dann, wenn ich am Ball bleibe. Denn habe ich ein paar Tage nicht am Text gearbeitet, muss ich mich erst wieder einlesen, den Faden finden. Und das ist mühsam und kostet wiederum … na? Zeit. 😉

Also, ran an die Tasten, das nächste Abenteuer wartet vielleicht schon.

Eure Rebekka

Von der Kunst des Überarbeitens

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Posted on 2. Februar 2017 by

Im Augenblick überarbeite ich fleißig den dritten Teil meiner Wikingertrilogie (wenn ich nicht gerade über die Überarbeitung schreibe).

Anlass genug, ein wenig darüber zu plaudern, wie dieser große, unübersichtliche Berg aneinandergereihter Wörter, Sätze, Seiten zu bewältigen ist. Da sind sinnfreie Andeutungen der Protagonisten, die niemals wieder aufgegriffen werden, lose Handlungsstränge, papierdünne Statisten, Regen, wo vormals die Sonne schien, eine Nacht, die zum helllichten Tag wird, zuckende Schultern und wandernde Augen, so weit man blickt …

Es ist ein Graus, sich das liebgewonnene Projekt, in das man soviel Zeit und Herzblut gesteckt hat, aus der Distanz zu betrachten. Anfangs war ich relativ ratlos, was ich mit diesem heillosen Durcheinander denn nun anfangen soll. Wo beginnen? An welchem Ende zuerst zuppeln, ohne, dass sich das ganze, hochkomplexe Gebilde in Wohlgefallen auflöst?

Der erste Entwurf

Inzwischen – beim nunmehr dritten Roman – habe ich so etwas wie eine Routine beim Überarbeiten entwickelt. Und die beginnt schon beim Schreiben des ersten Entwurfs. Habe ich früher Stunde um Stunde in ein und dieselbe Szene gesteckt, habe sie schon im Entstehungsprozess überarbeitet, geschliffen und vollendet, so schreibe ich heute einfach alles stumpf runter, was mir einfällt. Ich schere mich weder um Orthografie noch Formulierungen, Dialoge schreibe ich meist sogar als blankes „Gerüst“ und füge Beschreibungen, wer, was, wo tut, erst in der Überarbeitung ein.

Denn die bittere Wahrheit, die jeder Autor früher oder später erkennt, ist die: Der erste Entwurf ist sowieso scheiße. Und selbst, wenn dir eine außerordentlich brillante und mitreißende Szene im ersten Entwurf gelingt (natürlich, nachdem du sie stundenlang überarbeitet hast), dann kannst du beinahe sicher sein, dass du dich im Verlauf der Überarbeitung der Tatsache stellen musst, dass diese Szene nicht mehr zum Rest der Geschichte passt und folglich in den Mülleimer wandern wird.

Es ist so bitter wie es wahr ist. Und deswegen schreibe ich einfach, versuche, mich am Plot entlangzuhangeln und keine Handlungsstränge zu vernachlässigen. Manchmal, wenn mein Bauchgefühl mir sagt, dass es sein muss, gehe ich im Text noch einmal zurück und überarbeite einzelne Szenen inhaltlich, bevor ich weiterschreibe.

Überarbeitung, die Erste

Die eigentliche Arbeit beginnt erst jetzt. Den ersten Überarbeitungsdurchgang gehe ich recht zügig nach dem Fertigschreiben des Entwurfs an. Hier schaue ich hauptsächlich auf die Geschichte, das Gerüst. Ist alles stimmig? Müssen fehlende Szenen eingefügt werden? Haben die Figuren genug Tiefgang? Falls nicht, wie kann ich das ändern? Muss hier und da noch nachrecherchiert werden? usw.

In diesem Durchgang wird viel gestrichen, umgestellt und hinzugefügt. Natürlich achte ich auch hier schon auf Formulierungen, Wortwiederholungen etc., aber nicht in erster Linie. Hier geht es um das „Große Ganze“, um die Geschichte an sich. Das „Feintuning“ beginnt erst danach.

Überarbeitung, die Zweite

Nach der ersten Überarbeitung lasse ich das Ganze ein paar Wochen liegen. In dieser Zeit widme ich mich anderen Projekten, denke über eine neue Geschichte nach oder befasse mich mit Coverentwürfen, Klappentext und was sonst noch dazugehört. Oft mache ich mir auch Notizen, worauf ich in der zweiten Überarbeitung besonders achten möchte, denn die geht dann schon ziemlich ins Detail.

Mein Anspruch für die zweite Überarbeitung ist (krass gesagt) Folgender: Falls ich das Zeitliche segne, sollte die Geschichte schon so weit gereift sein, dass ich mich – im Falle einer Veröffentlichung postum durch gierige Erben – dafür nicht aus dem Grab heraus schämen muss. 😉

Klingt heftig? Hilft mir aber, wirklich auf die Details zu achten.

„Willst du das wirklich so schreiben? Ist diese Szene genauso, wie du sie haben willst? Lässt du das ohne Recherche so stehen?“ …

Es ist allzu leicht, besonders wenn man müde und lustlos ist, über „Fehlerchen“ hinwegzugehen. Nicht selten denke ich „Ach komm, du überarbeitest ja noch mal …“

NEIN. Schreib es so, wie es sein sollte. Und zwar genau JETZT.

Spätestens jetzt wird auch gnadenlos gestrichen, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Dieser Durchgang dauert meist am längsten, denn ich arbeite so lange, bis mein Bauchgefühl mir sagt, dass es jetzt gut ist. Wenn ich wirklich mal nicht weiter weiß, notiere ich mir die entsprechende Stelle, um später die Betaleser gezielt danach zu fragen. Alles andere sollte nach der zweiten Überarbeitung so sein, dass ich sicher bin, es alleine und zum jetzigen Zeitpunkt ganz gewiss nicht besser machen zu können.

Betalesen

Guten Gewissens und mit dem Gefühl, etwas Erstaunliches erschaffen zu haben, gebe ich die Geschichte nun aus den Händen. Eine Gruppe lieber Menschen kümmert sich von nun an fürsorglich und liebevoll um meine frischgeschlüpfte Geschichte … Moment mal. Fürsorglich? – Ja. Liebevoll? – *hust*.

Die Betaleser schauen mit Argusaugen auf die Geschichte, zerpflücken den Plot, hauen mir Logikfehler gnadenlos um die Ohren, nerven mich mit bohrenden Fragen, auf die ich meist leider keine Antworten weiß. Was nichts anderes bedeutet als: Ich muss mich hinsetzen und die Antworten finden. Und zwar in der dritten Überarbeitung, in der die Anmerkungen der Betaleser berücksichtigt, letzte Formulierungsschlaglöcher geglättet und der eine oder andere Rächtschraipfähler gekillt wird.

Last, but not least

Ihr denkt, jetzt bin ich fertig? Weit gefehlt. Denn nun geht das Manuskript ins finale Korrektorat/Lektorat. Erst danach kommt die letzte Überarbeitung.

Anschließend muss das Buch noch als E-Book, bzw. Paperback gesetzt werden, Kapitelüberschriften gefunden und ein Vor- und Nachwort geschrieben werden. Dieser letzte Teil ist nicht zu unterschätzen (besonders das Setzen) und hat mich schon so manche Nacht gekostet. 😉

Ihr seht, ich bin gerade erst am Anfang einer sehr langen, mühsamen, aber auch spannenden Reise. Es ist ein tolles Gefühl, die eigene Geschichte reifen zu sehen. Mitzuerleben, wie nach und nach unter dem ganzen „Wortdurchfall“ der wahre Kern hervor schimmert. Wie sie erschlankt und erblüht und am Ende der Veröffentlichung würdig ist.

Ein Roman schreibt sich nicht mal eben runter. Er braucht Zeit zu wachsen und zu reifen, um seine Leser zu beglücken.

In diesem Sinne hoffe ich, euch ein weiteres Mal mit einer meiner Geschichten beglücken zu dürfen … wenn sie fertig ist. 🙂

Alles Liebe,

Eure Rebekka Mand

Hallo 2017!

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Posted on 1. Januar 2017 by

Es gehört ja schon fast zum guten Ton, sich für das neue Jahr ein paar hochtrabende Vorsätze zurechtzulegen und diese dann allesamt zu brechen. Ich bin nicht der Typ für Vorsätze, von denen ich von vorne herein weiß, dass ich sie nicht werde erfüllen können. Aber tatsächlich wohnt dem Jahreswechsel für mich ein gewisser Zauber inne. Alles beginnt von vorn, die Uhr startet bei Null, und auch ich gehe gestärkt und voller Optimismus zurück an den Schreibtisch. Ohne Vorsätze, aber dafür mit Plänen.

Wie bereits in meinem letzten Beitrag angedeutet, wartet einiges an Arbeit auf mich. 2016 war ein sehr durchwachsenes Schreibjahr. In der ersten Jahreshälfte habe ich bewusst eine „Babypause“ eingelegt, da ich im April meinen zweiten Sohn geboren habe. Entsprechend war mein Kopf voll mit anderen Dingen, die nichts, aber auch gar nichts mit störrischen Wikingern zu tun hatten. Das änderte sich in der zweiten Jahreshälfte. Nachdem sich Zuhause alles ganz gut eingespielt hatte und ich mir hier und da ein paar Schreibräume freischaufeln konnte, begann ich, mich intensiv mit meinem Wikingernepos zu befassen, und das Rohmanuskript sogar fertigzustellen! Für meine Leserinnen und Leser war 2016 leider dennoch ein Flautejahr. Das tut mir aufrichtig leid, und ich hoffe, euch 2017 dafür entschädigen zu können!

Entgegen meiner Ankündigung, über die Feiertage die Füße hochzulegen, sitze ich nämlich bereits seit Weihnachten fleißig an der Überarbeitung meines Romanmanuskripts zu „Von den Herren der See“. Ein genaues Veröffentlichungsdatum wage ich noch nicht zu nennen, aber seid euch gewiss, dass ich mir die größte Mühe gebe, die Veröffentlichung bis zur Jahresmitte zu verwirklichen.

Ein weiteres Projekt steht ebenfalls in den Startlöchern. „Der Kuss der Muse“ wartet schon sehr, sehr lange darauf, von euch gelesen zu werden. Sobald ich also meine Wikinger in die finale Schlacht geschickt habe, werde ich mich diesem bösen, kleinen Manuskript widmen und es so weit trimmen, dass ich es hoffentlich zum Jahresende auf den Buchmarkt loslassen kann.

Außerdem habe ich vor, wenigstens eines meiner beiden „Plotküken“, auf denen ich seit einiger Zeit brüte, schlüpfen zu lassen. Heißt: eine neue Geschichte will erdacht und niedergeschrieben werden, jawoll!, damit ihr auch 2018 nicht leer ausgehen müsst.

Auch das Bloggen soll 2017 einen größeren Stellenwert einnehmen. Meine Homepage hatte ich bislang immer sträflich vernachlässigt, aber ich habe vor, nun wenigstens einmal im Monat, oder wenn es zwischendurch aufregende Neuigkeiten gibt, von mir hören zu lassen und euch so stets auf dem neuesten Stand zu halten.

Ihr seht, die Liste meiner Vorsätze ist lang, allerdings starte ich mit gemischten Gefühlen in dieses projektreiche Jahr. Denn auch in privater Hinsicht wird 2017 ein turbulentes Jahr, das mir einiges an Spagaten abverlangen wird. Im April endet meine Elternzeit, sodass ich nach ca. 1,5 Jahren Auszeit erstmal wieder auf beruflichem Parkett Laufen lernen muss. Dazu kommt das Management meines „erfolgreichen kleinen Familienunternehmens“ ;-), die Einschulung meines ältesten Sohnes, sowie die Kita-Eingewöhnung des jüngsten Sprosses.

Ich hoffe deshalb auf euer Verständnis und eure Geduld, wenn es bei mir „mal wieder“ etwas länger dauert. Das Schreiben nimmt einen wichtigen Raum in meinem Leben ein. So wichtig, dass es zu einer festen, nicht wegzudenkenden Größe geworden ist. Jedoch sind meine Schreibräume meist sehr beschränkt, und nicht immer will mein Hirn genau dann auch etwas Brauchbares ausspucken, wenn mein Zeitplan gerade „Hier! Jetzt! Schreib!“ schreit. So schön das auch wäre.

Aber mit Disziplin, Schweiß und einem langen Atem habe ich bisher noch fast alles erreicht … also 2017, gehen wir’s an!

Ich wünsche auch euch, meine lieben Leserinnen und Leser, ein frohes Neues Jahr und gutes Gelingen für alles, was ihr euch vorgenommen habt!

Eure Rebekka Mand

E-N-D-E

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Posted on 17. Dezember 2016 by

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Rund 1700 Seiten, 560.000 Wörter und ungezählte Stunden am PC … das ist die bisherige Bilanz meiner Wikinger – Trilogie, die mich seit nunmehr sechs Jahren auf Schritt und Tritt begleitet.  Und was habe ich nicht alles gemeinsam mit Lynn und Eirik erlebt?

Wir haben gestritten und uns angeschwiegen, zusammen gelacht und gemeinsam gekämpft. Egal was ich tat, sie waren immer dabei, irgendwo in meinem Hinterstübchen. Und nicht nur sie. Etliche Charaktere haben die Geschichte bereichert und begleitet, viele haben sie nicht überlebt (sehr viele, wenn ich so darüber nachdenke … fettes SORRY an alle, die es nicht geschafft haben 😉 )

Am letzten Freitag, den 16.12.2016, rund eine Woche vor Weihnachten, war es dann so weit. Ich habe die magischen vier Buchstaben unter das Romanmanuskript zu „Von den Herren der See“ gesetzt und damit eine Ära beendet.

Mein erster Gedanke war – endlich! Ich bin frei! Frei, etwas Neues zu schreiben, neue Figuren, neue Geschichten zu entdecken. Es gibt so viel, das auf mich wartet!

Dann sickerte die Erkenntnis zu mir durch: Ich werde nie wieder mit Eirik über seine Familie fluchen, nie mehr mit Lynn im Salzfass zittern, nie wieder mit ihr durch valhöl spazieren, mit „Giftzahn“ durch ein Feindesheer pflügen, mit einem Langschiff einen Sturm durchqueren (na gut, das vielleicht doch irgendwann noch mal) und, und, und …

Aus und vorbei.

Diese Figuren haben mich jahrelang begleiten, sind selbst ein Teil von mir geworden. Sie fühlen sich für mich echt an, und nun ist es, als würde ich ein paar sehr gute Freunde für immer verabschieden. Ist das der Grund dafür, warum manche Autoren etliche Bände mit den geliebten Helden veröffentlichen? Verstehen kann ich es, aber für mich steht fest: Dies ist ein Abschied für immer, meine Helden haben ihren Ruhestand mehr als verdient.

Neue Helden, neue Geschichten warten auf mich.

Aber wie geht es nun weiter?

Sicher ist, mit dem Wort ENDE unter einer Geschichte ist es nicht getan. 160.000 Wörter müssen überarbeitet, umgestellt, gelöscht oder hinzugefügt werden. Ich werde ganze Passagen neu schreiben, ganze Szenen dazu erfinden. Die wahre Arbeit beginnt erst jetzt, und sie wird mir noch etliche Stunden mit meinen Lieblingswikingern bescheren. Und bis es dann wirklich, wirklich, wirklich und endlich fertig ist … habe ich gewiss die Schnauze voll von Wikingern im Allgemeinen und diesen im Besonderen.

Bis dahin genieße ich den Triumph, den dieses kleine Wörtchen E-N-D-E mir beschert. Ich habe es geschafft, trotz aller Widrigkeiten, Zweifel und Zeitfresser. Ich habe es geschafft! Und während in meinem Oberstübchen neue und alte Helden miteinander um meine Gunst wetteifern, lehne ich mich zurück und genieße die besinnlichen Weihnachtstage mit meiner Familie. Und lächle.

Ich wünsche all meinen Lesern eine schöne Weihnachtszeit und einen guten „Rutsch“ ins Neue Jahr. Wir lesen uns bald wieder!

Eure Rebekka